Einführung

1 Motivation

Warum heißt das Ganze hier „Kulturelle Selbstverteidigung“? Im kommunistischen Polen der 70er Jahre wurde einst ein „Komitee für Soziale Selbstverteidigung“ gegründet. Mich hat damals fasziniert, mit welcher Feinsinnigkeit, Souveränität und Hartnäckigkeit Intellektuelle der übergestülpten Zwangsbeglückung Widerstand geleistet haben. Mit ihrem kommunistischen Gegenpart verschwanden leider auch diese Intellektuellen weitgehend von der Bildfläche. Im siegreichen kapitalistischen System, das damals wie heute Käuflichkeit zu einem hohen Wert erhebt, war für solche starken Persönlichkeiten kein Platz. Stattdessen breitete sich überall im post-kommunistischen Europa, wenn sie nicht bereits da war, epidemieartig die Kleinkariertheit aus, flankiert mit der aus den Überresten des kollabierten kommunistischen Systems und seiner Ideologie gespeisten geistigen Untergrund-Zwergarmee der „Sozialkritik“, gemeint ist die vielfältige (post-) kommunistische politische Linke.

Diese Mischung aus Kleinkariertheit und linker Subversion führte und führt zu einer schleichenden Erosion bzw. Relativierung der auf den kulturellen westlichen Werten basierenden sozialen Selbstverteidigungskräfte, was sich insbesondere am Verhältnis zum Vordringen des Islam beobachten lässt.

Die antikommunistischen Intellektuellen von damals möchte ich als mein persönliches Leit- oder Idealbild bezeichnen. Allerdings hatten sie es damals „leichter“: Das prahlerische, mit offener Unterdrückung auftretende kommunistische System diskreditierte sich täglich selbst, erodierte von innen und zerbrach an seinen eigenen Widersprüchen. Die antikommunistischen Intellektuellen brauchten da nur wenig nachzuhelfen.

Dass ich mithelfen kann, durch mein Wirken den gefestigten Intellektuellen von damals wieder erstehen zu lassen, ist nicht mehr als ein schöner Traum. Wenn ich aber Menschen, die sich in den hier vertretenen Inhalten wiederfinden, und die sich vielleicht schlecht ausdrücken können, Unterstützung und Formulierungshilfe leisten kann, erfülle ich meine Aufgabe.

 

2 Die „andere Seite“ in der Form ihres Auftretens

Meiner Beobachtung nach besteht unser Land hauptsächlich aus Menschen, die

a) überhaupt keine Haltung haben (wie etwa der etwas ältere Schwabe zu irgendeinem Skandal im Fernsehen, der seine Empörung mit einem lautstarken „Dazu sag I nix!“ ausdrückt, ohne auf irgend einen Inhalt festgelegt werden zu können) oder

b) geborenen Rektalkriecher sind, die bei (nicht selten) vorliegender Intellektualität ihrer opportunistischen Feigheit („Dhimmitude“) wortreich Ausdruck verleihen können oder

c) Moralkeulenschwingern, die im Prinzip ebenso feige sind wie die unter b) Beschriebenen,aber zusätzlich auf alle Andersenkenden voller heuchlerischer Inbrunst und mit großer verbaler Aggressivität eindreschen.

Daran kann man entweder verzweifeln, oder man kann versuchen, diesen geistig-moralischen Tieffliegern irgendwie die Stirn zu bieten. Zur geeigneten Form dieses Widerstands kann ich hier keine Ratschläge geben. Ich kann nur mithelfen, ihn zu ermöglichen oder zu verstärken.

 

3 Der eigene Standpunkt (soweit nicht in Einzelausarbeitungen dargelegt)

Wer sich hier wiederfindet, leistet im Idealfall einen Beitrag zur Verteidigung unserer Freiheit. Es soll, kann und wird aber keine Leistung abgefordert werden. Wer sich engagieren will, oder sich vielleicht aus den verschiedensten Gründen nicht engagieren kann, und außerdem sich vom heutigen parlamentarischen Spektrum komplett/weitgehend/ziemlich alleingelassen fühlt, soll hier Zuspruch und Unterstützung erfahren.

Unbedingte Freiheitsliebe und Treue zum demokratischen System sind aber Grundvoraussetzungen. Wer sich mir auf unehrlicher Basis mitteilt, läuft Gefahr, enttarnt und mit seinen eigenen autoritären Vorstellungen konfrontiert oder ignoriert zu werden.

Es soll vor allem denen geholfen werden, die unsere Freiheit bedroht sehen, aber Schwierigkeiten haben, ihren Standpunkt so zu formulieren, dass er nicht einfach nur als strunzdummes Ressentiment rüberkommt. Shitstürme überlassen wir denen, die sich im Dreck wohlfühlen. Wir gehören nicht dazu.

Zur politischen Positionierung dieser Website und Abgrenzung von anderen Strömungen/Erscheinungen ist vielleicht diese Matrix hilfreich:

                                      Wir                       (z. B.) PI/Pegida              politische Linke

islamkritisch                  J                                      J                                      N

USA-freundlich              J                                      J                                      N

Israel-freundlich            J                                      J                                      N

pro-kapitalistisch          N                                     J                                      N

EU-diffamierend           N                                     J                                       ?

Russland-freundlich     N                                     J                                       J

(Bei PI handelt es sich um das islamkritische Webportal „Politically Incorrect“, http://www.pi-news.net. Es ist sehr hilfreich, allerdings ist für meine Begriffe der Ton dort häufig zu scharf. Der SPIEGEL, von PI unter die „Lügenpresse“ sortiert, bezeichnet seinerseits PI als „Hetzportal“.)

So eine Matrix ist natürlich nur eine grobe Einqualifizierung. Die genaue Positionierung zu einem speziellen Thema findet sich jeweils in Einzelbeiträgen.

 

4 Zur Form der Auseinandersetzung

Wir bemühen uns um Objektivität, sind aber nicht bereit, diesem Ziel alles andere unterzuordnen. Wir brauchen nicht davon auszugehen, dass unsere Gegner fair diskutieren. Der Beweis des Gegenteils wäre natürlich immer willkommen. Soweit er aber nicht eintrifft, behalten auch wir uns das Recht vor, definitive Aussagen auf einer rein emotionalen Basis zu treffen. Dennoch wollen wir uns wie gesagt um Qualität bemühen, die anderweitig so häufig verwendete unterste Schublade bleibt zu.