Wir haben es ja nötig!

SPIEGEL-Autorin Dialika Neufeld, Halbsenegalesin ihres Zeichens, meint, mit ihrem Artikel in Nr. 37/2017, Seiten 58 – 64, die deutschen Bleichgesichter, also uns, auf unsere wachsende Intoleranz gegenüber ihresgleichen hinweisen zu müssen (Seitenzitate in eckigen [] Klammern).

Nun habe ich nichts gegen solche Artikel, ganz im Gegenteil. Deutschland ist ein freies Land, in gewissen Grenzen darf hier jeder seine Meinung sagen, auch wenn sie mir nicht passt. Wenn sie mir aber nicht passt, gebe ich Kontra. Auch ich darf meine Meinung sagen. Und ich darf sehr wohl Rechtspopulist sein.

Neufelds Artikel ist ein selektiver Aufschrieb ausschließlich von Missetaten aus der rechten Ecke. Linke und islamische Gewalt und Beleidigungen existieren für sie nicht. Na gut, dafür haben wir ja die politisch inkorrekten Netzmedien. Neufelds Artikel zeigt aber auch ganz deutlich, wie notwendig diese sind, weil das Hamburger Magazin-Flaggschiff seinen Schwerpunkt exklusiv im „Kampf gegen Rechts“ sieht.

Natürlich, und da hat Neufeld Recht, ist in Deutschland nicht alles in Ordnung. Das Gegenteil hat aber auch niemand, den man ernst nehmen sollte, behauptet. Natürlich bedauere ich es, wenn Neufeld und andere dunkler Kolorierte sich unfein behandelt sehen. Es mag auch durchaus richtig analysiert sein, dass Neufeld und Konsorten den neuerdings verstärkten Wunsch nach biodeutscher Homogenität für die veränderte Situation verantwortlich machen.

Aber selbst wenn! Mit welchem Recht behaupten Mihigrus und Mischlinge, dieses Land, unser Deutschland, wäre ihr Land? Diese Herr- und Frauschaften dürfen gern Deutschland mit anderen Ländern vergleichen, Neufeld speziell beispielsweise mit dem Senegal, dem Herkunftsland ihres Vaters. Sie könnte sicher feststellen, wo sie lieber lebt. Und wenn es den Herr- und Frauschaften hier nicht passt, warum verlassen sie Deutschland dann nicht? Warum haben wir Deutschen unser Land mit kulturfremden Zuwanderern zu teilen, deren Herkunftsländer denken aber nicht im Traum daran, dasselbe für uns zu tun? Stichwort Antikolonialismus?! „Frei“ will sich Neufeld in „Asien, Australien, Afrika“ fühlen [60]. Von Australien mal abgesehen, wo in Asien und Afrika fühlt sie sich denn frei? Und warum ist sie dann nicht längst dort?

Beim Neufeldschen Beitrag handelt es sich aber auch um wesentlich mehr als um eine Beschwerde über die Zustände hier oder um eine Beleidigung des Rechtspopulismus, der sich „wie Fußpilz im Schwimmbad“ ausbreitet [59] und so gesehen als primitive Lebensform biologisch noch nicht einmal Ekeltierniveau erreicht. Neufeld meint auch die Abhilfe zu kennen.

Da sie Toleranz im Rahmen einer „multikulturellen Blase“ [59] meint erlebt zu haben und ein Mischling „Benni“ in einer solchen nie auffiel, weil dort alles Mischlinge waren („Benni“ wurde von Rassisten verprügelt [60]. Das ist zu verurteilen, aber im Rahmen von Neufelds Artikel nur ein Beweis für ihre einseitige Sichtweise), und das islamische Frauenkopftuch, Symbol von Unterdrückung und Ausgrenzung, dort als normal und schützenswert galt (eine Kopftuch-Tschetschenin mag sich jetzt nur noch dort bewegen, wo Kameras sind [61], aha der vielgeschmähte Überwachungsstaat!), meint Neufeld, Inhomogenität als Voraussetzung für Toleranz ansehen zu müssen. Dabei ist das Gegenteil richtig, wie schon vor Jahren, ebenfalls im SPIEGEL, der Forscher Paul Collier vorgetragen hat (Nr. 41/2014, S. 98ff, danach darf zur optimalen Toleranzentwicklung die Gruppendiversität ein gewisses, geringes Maß nicht überschreiten: „Etwas Migration ist nützlich, zuviel ist schlecht.“).

Richtig ist, dass es in den 90er Jahren keine AfD und keine Pegida gab, aber Ausländerfeindlichkeit, seitens stinknormaler Leute, und jetzt tut man so, als hätten AfD und Pegida das erfunden [60](dagegen [64] mit der zutreffenden Erkenntnis: „In Wirklichkeit waren sie immer da.“). In den 90er Jahren gab es aber auch keinen von der etablierten Politik gepushten Einwanderungsdruck. Recht hat auch der Soziologe Wilhelm Heitmeyer, den ich schon wegen seiner korrekten Analyse der Kölner Silvesternacht schätze. Und zwar mit der Aussage, AfD und Pegida hätten die Einflusslosen (denen man auch gern in ihrer abgelegenen Provinz Asylantenheime vor die Nase knallt und sich dann wundert, wenn diese angezündet werden) aus ihrer Apathie geholt und mit einer kollektiven „Wir sind das Volk“-Machtphantasie versehen [63]. Richtig ist weiter, dass wir Asylsuchende abwerten. Weil den wenigsten von ihnen Asyl zusteht, was ihnen auch bekannt sein dürfte. Dennoch erzwingen sie Aufenthalt und Versorgung in Deutschland.

Als Rechtspopulist muss man nicht jedes Ressentiment mittragen. Ich sehe keine Anhaltspunkte dafür, dass Schwarze (generell) faul sind. Aber Ressentiments gehören nun einmal zum Rechtspopulismus. Ich halte grundsätzlich jeden Moslem für einen potenziellen Bombenleger (zumindest pflegen die Muslime nicht die Verantwortung für die im Namen ihrer Religion begangene Gewalt zu übernehmen, dadurch dulden sie die Gewalt, und dadurch billigen sie die Gewalt), und die extrem hohe Zahl von Nordafrikanern begangener sexueller Übergriffe (siehe z.B. Kölner Silvesternacht) ist polizeilich aktenkundig [64, Neufeld verschweigt dort, dass entsprechende Ressentiments auf Tatsachen beruhen].

Über welche unangenehmen persönlichen Erfahrungen regt sich Neufeld eigentlich konkret auf? Keine? Vier Stinkefinger für einen schwarzen Dresdner Studenten in „weniger als“ 1,5 Jahren [64]?

Typen wie Dialika Neufeld tun so, als ob Deutschland hauptsächlich an sich selbst krankt (letzten Endes handelt es sich dabei nur um linke Selbstbezichtigung, Formulierung des berühmten Schriftstellers Salman Rushdie im SPIEGEL zuvor, Nr. 36 S. 112, solches wird von uns Rechtspopulisten an allererster Stelle bekämpft) und wir es daher ja nötig haben, rassisch aufgemischt zu werden. Was für ein rassistischer Quatsch!!!!!