Kulturfremde Ausländer raus?

Wer sind „kulturfremde Ausländer“? Um erst einmal ein paar Gegenbeispiele zu bringen: Elias M’Barek, Mesut Özil, Sibel Kekilli, Akif Pirinçci, Cem Özdemir sind KEINE kulturfremden Ausländer (so unterstellt es der SPIEGEL der „Identitären“ Melanie Schmitz zu meinen, Nr. 22/2017, S. 64). Auch Sawsan Chebli ist es nicht. Nicht einmal Aydan Özuguz, die die Existenz einer eigenständigen deutschen Kultur verneint (zumindest hat sie zwischenzeitlich, nach Ansicht gewisser Medien, den Eindruck erweckt, um Klärung muss ich mich hier nicht bemühen). Bei allen diesen Herr- und Frauschaften handelt es sich um Mitglieder der deutschen Kulturgemeinschaft.

Um Mitglied der deutschen Kulturgemeinschaft zu sein, muss man nicht Deutscher sein. Weder staatsbürgerschafts- noch herkunftsmäßig. Stattdessen muss man, mit welchen Mitteln auch immer, einen Beitrag zur deutschen Kultur leisten. Beispielsweise durch Benutzung der deutschen Sprache im Alltag, soziales oder politisches Engagement mit anderen und für andere Mitglieder der deutschen Kulturgemeinschaft. In welcher Art und Weise ist egal, so lange man nicht das „deutsch“ dezidiert ablehnt oder bekämpft. Dann ist es auch egal, ob man für irgend jemanden politisch missliebige Haltungen einnimmt.

Kulturfremde Ausländer dagegen sind solche, die sich auf die deutsche Kultur was pfeifen. Sie wollen unsere Sprache nicht lernen, unsere Umgangsformen sind ihnen egal, häufig auch unsere Gesetze. Sie sind weder willens noch fähig, irgend einen Beitrag zu deutschen Kultur zu leisten. Der deutsche Staat, die deutsche Gesellschaft, haben das Recht, oder sollten es sich verschaffen, den Aufenthalt dieser Menschen in Deutschland zu begrenzen.